
Baut Bodenfruchtbarkeit mit Ökolandbau und Weidehaltung auf.
Der junge Betrieb Spreewaldweiden in Pretschen im Unterspreewald (Brandenburg) hat seine Flächen erst vor kurzem übernommen und entwickelt sie nun schrittweise weiter. Auf 712 Hektar wird dort ökologisch nach den Richtlinien von Demeter gearbeitet. Die Flächen liegen auf überwiegend sandigen Standorten mit teilweise anmoorigen Bereichen. Die Böden sind stark beansprucht, sodass der Wiederaufbau der Bodenfruchtbarkeit eine zentrale Aufgabe im Betrieb darstellt.
Die Spreewaldweiden betreiben Ackerbau und Mutterkuhhaltung mit 166 Rindern in mehreren Herden. Die Rinder werden ganzjährig auf der Weide gehalten und sollen gezielt in die Flächenbewirtschaftung eingebunden werden, um Nährstoffkreisläufe zu schließen und den Bodenaufbau zu unterstützen.
Zwischenfrüchte wurden bisher noch nicht eingesetzt. Künftig sollen sie gezielt für Bodenaufbau, Unkrautunterdrückung und Beweidung genutzt werden. Im Projekt sind die Spreewaldweiden Forschungsbetrieb. Geschäftsführer Ruven Hener war bereits im Projekt „Mob Grazing im Ackerfutterbau“ als Herdenmanager auf Gut Temmen tätig. Die dort gesammelten Erfahrungen bringt er nun in den Aufbau des Betriebs und in das aktuelle Projekt ein.
