

Wir untersuchen die Zwischenfruchtbeweidung und entwickeln sie weiter
- als Weidestrategie für viehhaltende Ackerbaubetriebe und zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit im trockenen Brandenburg.
Beweidung bietet die Möglichkeit, Zwischenfrüchte wirtschaftlich zu verwerten und gleichzeitig ihre Vorteile für trockene Standorte zu nutzen. Das EIP-Projekt „Zwischenfruchtbeweidung“ mit einer Laufzeit von 2025 bis 2028 untersucht, unter welchen Bedingungen sich die Zwischenfruchtbeweidung praktisch umsetzen lässt und entwickelt das System systematisch weiter.
Erprobt wird die Zwischenfruchtbeweidung mit sechs Praxisbetrieben, die Sommer- und Winterzwischenfrüchte in ihre Fruchtfolgen integrieren und beweiden. Alle beteiligten Betriebe haben bereits eigenständig Erfahrungen mit der Beweidung von Zwischenfrüchten gemacht und bringen diese aktiv in das Projekt ein.

Wir verbinden wissenschaftliche Versuche mit praxisorientierter Umsetzung:
Auf den Forschungsbetrieben Gut Temmen Agrar und Spreewaldweiden in Brandenburg sowie von Henning Stapelbroek in Sachsen-Anhalt werden standardisierte Feldversuche durchgeführt. Die Praxisbetriebe Ackern in Woddow in Brandenburg, Fabian Koeneke in Niedersachsen sowie der SiebenSeenHof von Jonas Karl Klänhammer in Mecklenburg-Vorpommern sammeln Erfahrungen zur praktischen Umsetzung unter ihren betriebsspezifischen Bedingungen. Die Beobachtungen aus diesen Betrieben ergänzen die Versuchsergebnisse und helfen, die entwickelten Ansätze praxisnah zu bewerten.
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde übernimmt die Projektleitung und koordiniert den Weideversuch.
Die Kommunikation mit Feldtagen, Netzwerktreffen und Veröffentlichungen erfolgt durch die Klimapraxis. Beide Partner haben bereits im Projekt zum Mob Grazing zusammengearbeitet und führen diese Zusammenarbeit jetzt unter dem neuen Namen „Netzwerk Klimaweide“ fort. Im Zentrum steht der Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft, Politik und interessierter Öffentlichkeit.

Trotz zunehmender Bedeutung ist die Zwischenfruchtbeweidung bislang nur unzureichend untersucht. Im Projekt werden Zwischenfruchtmischungen und Beweidungsstrategien unter realen Praxisbedingungen und wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erprobt und ausgewertet.
In einem mehrjährigen Weideversuch werden dabei sowohl Sommer- als auch Winterzwischenfrüchte in die Fruchtfolgen integriert und beweidet. Die Versuchsflächen werden an die standortspezifischen Bedingungen der beteiligten Betriebe angepasst.
Auf den Forschungsbetrieben kommen standardisierte Versuchsansätze mit verschiedenen Zwischenfruchtmischungen und Wiederholungen zum Einsatz. Dabei werden umfangreiche Daten zu Tierleistungen, Pflanzenentwicklung und Bodenparametern erhoben.
Auf Praxisbetrieben erfolgt die Datenerhebung in vereinfachter Form, um die Umsetzung unter realen Bedingungen abzubilden. Zusätzlich werden digitale Werkzeuge zur Tierbeobachtung erprobt, um Futteraufnahme, Verhalten und Tierzustand besser einschätzen zu können.
Es finden Vor-Ort-Termine, Beratung und Austauschformate statt, um Erfahrungen systematisch zu erfassen und einzuordnen.
Das EIP-Projekt wird gefördert durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg. Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri) werden innovative Projekte für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Landwirtschaft unterstützt. Der Projektsteckbrief steht hier zum Download bereit.


